додому Без рубрики Kommerzielle Raumstationen sollen 2026 starten und eine neue Ära des Orbitalgeschäfts einläuten

Kommerzielle Raumstationen sollen 2026 starten und eine neue Ära des Orbitalgeschäfts einläuten

Kommerzielle Raumstationen sollen 2026 starten und eine neue Ära des Orbitalgeschäfts einläuten

Seit Jahrzehnten wird der Zugang zum Weltraum von nationalen Raumfahrtbehörden streng kontrolliert, wobei die Internationale Raumstation (ISS) als primärer Außenposten im Orbit dient. Das ändert sich jedoch. Während sich die NASA darauf vorbereitet, die ISS bis zum Ende des Jahrzehnts außer Dienst zu stellen, sind private kommerzielle Raumstationen bereit, die Lücke zu füllen, was einen historischen Wandel in der Art und Weise markiert, wie die Menschheit im erdnahen Orbit agiert.

Das Ende einer Ära, der Beginn der Kommerzialisierung

Die ISS war zwar bahnbrechend, aber schon immer ein außergewöhnlich kostspieliges Unterfangen – geschätzte über 150 Milliarden US-Dollar. Aufgrund dieser unerschwinglichen Kosten ist der Zugang zum Weltraum begrenzt, was die Entwicklung einer nachhaltigen Weltraumwirtschaft behindert. Der Übergang zu kommerziellen Stationen zielt darauf ab, die Betriebskosten drastisch zu senken und öffnet Türen für eine breitere Beteiligung privater Unternehmen und sogar einzelner Verbraucher.

„Die ISS ist das teuerste Ding, das die Menschheit je gebaut hat“, erklärt Colin Smith von Vast, einem federführenden Unternehmen. „Wir müssen Millionen von Menschen dazu bringen, im Weltraum zu leben und zu arbeiten, und das ist unmöglich, wenn es ein Vermögen kostet, einfach dort oben zu existieren.“

First Mover: Vast und Sierra Space

Im Jahr 2026 wollen zwei amerikanische Unternehmen die ersten kommerziellen Raumstationen starten. Vast plant, seine Haven-1-Station bereits im Mai mit einer SpaceX-Falcon-9-Rakete zu stationieren. Obwohl kleiner als die ISS, wird Haven-1 den Crew Dragon von SpaceX zur Lebenserhaltung nutzen und ist für die Unterbringung von vier Besatzungsmitgliedern sowohl für den Weltraumtourismus – mit einer Fotokuppel und WLAN – als auch für Experimente in der Schwerelosigkeit ausgelegt.

Sierra Space bereitet sich außerdem mit einem Prototyp seines erweiterbaren Large Integrated Flexible Environment (LIFE)-Moduls auf den Start vor. Dieses Modul wird schließlich Teil der Orbital Reef Station sein, einem größeren Projekt, das gemeinsam mit Blue Origin entwickelt wurde.

Es entsteht eine Wettbewerbslandschaft

Der Markt für kommerzielle Raumstationen wird wahrscheinlich weitaus vielfältiger sein als zur ISS-Ära. Im Gegensatz zur aktuellen Kooperationsstruktur konkurrieren mehrere Unternehmen um die Gewinnung von Kunden, was Innovation und Spezialisierung vorantreibt.

Mary Guenther vom Progressive Policy Institute bemerkt: „Wir werden wahrscheinlich eine Reihe verschiedener Modelle kommerzieller Raumstationen sehen, die jeweils unterschiedliche Märkte bedienen.“ Von diesem Wettbewerb wird erwartet, dass er Effizienz und maßgeschneiderte Dienstleistungen fördert und nicht nur einen einzigen, monolithischen Ansatz.

Jenseits des Tourismus: Das Potenzial für den Weltraumhandel

Die langfristige Vision geht weit über den Weltraumtourismus hinaus. Von privaten Stationen wird erwartet, dass sie aufstrebende Industrien wie die pharmazeutische Forschung, die Materialwissenschaft und die Fertigung im Weltraum unterstützen. Die geringeren Kosten könnten die Entwicklung völlig neuer Wirtschaftssektoren im Orbit erleichtern.

Allerdings bleibt die Nachfrage eine kritische Frage. Es bleibt abzuwarten, ob über die Regierungsbehörden hinaus genügend Kunden entstehen, um eine florierende Orbitalwirtschaft aufrechtzuerhalten. Die kommenden Jahre werden darüber entscheiden, ob diese Pionierstationen die nötigen Investitionen und Geschäfte anziehen können, um ihre langfristige Rentabilität sicherzustellen.

Der Erfolg kommerzieller Raumstationen wird von der Schaffung eines tragfähigen Marktes abhängen, der zeigt, dass der Betrieb im Orbit über staatlich finanzierte Forschung hinaus profitabel und zugänglich sein kann.

Wenn diese frühen Unternehmungen Erfolg haben, könnten sie die Beziehung der Menschheit zum Weltraum umgestalten und sich von einem Reich kostspieliger Erkundung hin zu einem Reich zugänglichen Handels und Möglichkeiten entwickeln.

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