Mexiko steht kurz davor, seinen jahrzehntelangen masernfreien Status zu verlieren, da sich ein schwerer Ausbruch im ganzen Land ausbreitet. Ein Expertengremium der Panamerikanischen Gesundheitsorganisation (PAHO) wird am 13. April darüber entscheiden, ob Mexikos Eliminierungsstatus, den das Land seit dreißig Jahren innehat, aufgehoben wird. Die Situation ist besonders dringlich, da Mexiko, die Vereinigten Staaten und Kanada sich darauf vorbereiten, in diesem Sommer die FIFA-Weltmeisterschaft auszurichten, was die Ausbreitung unter ungeimpften Besuchern möglicherweise verschärfen könnte.
Regionaler Trend wiederauflebender Masern
Das Wiederaufleben der Masern ist nicht auf Mexiko beschränkt. Kanada hat seinen Eliminierungsstatus bereits im Jahr 2023 verloren, und auch die Daten der USA werden diesen Monat überprüft. PAHO berichtet, dass 94 % der bestätigten Masernfälle in Amerika auf diese drei Länder konzentriert sind. Mexiko trägt derzeit mit über 9.000 bestätigten Fällen und fast 4.000 gemeldeten Verdachtsfällen seit Anfang letzten Jahres die höchste Belastung in der Region. Mindestens 28 Todesfälle wurden dem Virus zugeschrieben.
Warum das wichtig ist
Der Verlust des Masernfreiheitsstatus ist ein Rückschlag für die öffentliche Gesundheit. Masern sind hoch ansteckend und können zu schweren Komplikationen wie Lungenentzündung, Enzephalitis und Tod führen. Der Ausbruch wird durch sinkende Impfraten verursacht, die große Bevölkerungsgruppen anfällig machen. Die bevorstehende Weltmeisterschaft stellt ein zusätzliches Risiko dar, da internationale Reisende das Virus einschleppen oder weiter verbreiten könnten.
Die Expertenansicht
Victoria Pando Robles, Forscherin für Infektionskrankheiten, erklärt die Gefahr: „Wir werden Besucher empfangen, die wahrscheinlich nicht geimpft sind. Und wenn sie in ein Stadion gehen, werden sie Tausende von Menschen vorfinden, die anfällig für die Krankheit sind. Und dann werden diese Zahlen signifikant. Es ist exponentiell.“
Die Situation verdeutlicht die Vernetzung der globalen Gesundheit und die Bedeutung der Aufrechterhaltung einer hohen Impfrate, um Ausbrüche zu verhindern. Die Entscheidung der PAHO vom 13. April wird darüber entscheiden, ob Mexiko gemeinsam mit Kanada diesen kritischen Status verliert, was die Notwendigkeit dringender Maßnahmen im Bereich der öffentlichen Gesundheit unterstreicht.
Der Masernausbruch in Mexiko ist ein deutliches Beispiel dafür, dass Infektionskrankheiten keine Grenzen kennen. Die Aufrechterhaltung hoher Impfraten ist für den Schutz sowohl der inländischen als auch der internationalen Bevölkerung von entscheidender Bedeutung.




























