Die NASA wird heute, am 16. Januar, nach einem Monat Funkstille ihre Bemühungen zur Kommunikation mit dem Mars Atmosphere and Volatile Evolution (MAVEN)-Orbiter wieder aufnehmen. Das Raumschiff reagierte am 6. Dezember abrupt nicht mehr auf Signale, nachdem es routinemäßig hinter dem Mars vorbeiflog und die Kommunikation mit der Erde vorübergehend blockierte.
Das Kernproblem: das unerwartete Verhalten von MAVEN. Als es wieder auftauchte, konnte das Deep Space Network den Kontakt nicht wiederherstellen. Vorläufige Daten deuten darauf hin, dass sich der Orbiter unregelmäßig drehte und von seiner geplanten Umlaufbahn abwich – eine kritische Abweichung, die Bedenken hinsichtlich seines Betriebsstatus aufkommen lässt.
Die Agentur hat vom 29. Dezember bis heute die gesamte Kommunikation mit Marsmissionen unterbrochen, um Störungen durch den Höhepunkt der Sonnenkonjunktion zu vermeiden. In dieser Zeit, in der die Sonne zwischen Erde und Mars steht, werden die Funksignale aufgrund der erhöhten Sonnenpartikelaktivität gestört. Versuche, MAVEN über den Curiosity Rover abzubilden, scheiterten ebenfalls; Es wurde nicht über Kopf erkannt.
Warum das wichtig ist: MAVEN ist mehr als nur eine wissenschaftliche Mission. Während es unser Verständnis des atmosphärischen Verlusts des Mars erheblich erweitert hat und erklärt, warum sich der Planet von einer potenziell bewohnbaren Welt in eine kalte, trockene Wüste verwandelt hat, dient es auch als wichtiges Kommunikationsrelais für Oberflächenmissionen wie Curiosity und Perseverance. Der Verlust von MAVEN belastet die verbleibenden Orbitalressourcen und erfordert von der NASA eine Anpassung des Rover-Betriebs, was möglicherweise die wissenschaftliche Leistung verlangsamt.
MAVEN wurde 2013 auf den Markt gebracht und ursprünglich nur für ein Jahr konzipiert. Mit einer Betriebsdauer von über einem Jahrzehnt hat MAVEN alle Erwartungen übertroffen. Das Raumschiff stand jedoch vor technischen Hürden. Im Jahr 2022 verbrachte es drei Monate im abgesicherten Modus, da die für die Orientierung wichtigen Trägheitsmesseinheiten (IMUs) ausfielen. Das Team wechselte zu einer Backup-IMU, die ebenfalls einen beschleunigten Verschleiß aufwies, was sie dazu drängte, ein alternatives „All-Star“-Navigationssystem zu entwickeln.
Die Aussichten sind düster. Louise Prockter, Direktorin der NASA-Abteilung für Planetenwissenschaften, gab zu, dass die Chancen auf eine Erholung „sehr unwahrscheinlich“ seien. Während MAVEN über genügend Treibstoff für die kommenden Jahre verfügt, lässt sein aktueller Zustand seine Zukunft ungewiss. Die Mission wurde bis September 2025 verlängert, aber dieser Vorfall wirft Fragen zur langfristigen betrieblichen Nachhaltigkeit alternder Weltraumsonden auf.
Der heutige erneute Kontaktversuch der NASA wird darüber entscheiden, ob MAVEN wieder online gebracht werden kann. Andernfalls wäre der Verlust ein Rückschlag für die Erforschung des Mars und unterstreicht die Fragilität von Robotermissionen in der rauen Umgebung des Weltraums.





























