Ein spektakuläres Himmelsereignis ereignet sich: Fast alle Planeten unseres Sonnensystems reihen sich am Nachthimmel auf. Diese „Planetenparade“, mit Ausnahme des Mars (der derzeit auf der anderen Seite der Sonne verborgen ist), wird zwischen dem 28. Februar und dem 1. März von der Erde aus sichtbar sein und bietet Sternguckern eine seltene Gelegenheit.
Warum diese Ausrichtung wichtig ist
Planetenkonstellationen sind nicht häufig und kommen nur alle paar Jahre vor. Der Grund liegt in der einfachen Geometrie: Planeten umkreisen sich mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten (Merkur in 88 Tagen, Neptun in 165 Jahren) und manchmal landen sie zufällig alle auf derselben Seite der Sonne. Aus unserer Sicht ergibt sich dadurch eine markante optische Konstellation.
Es ist wichtig zu verstehen, dass es sich hierbei nicht um eine physische Linie im Raum handelt. Die Planeten kreisen ungefähr in derselben Ebene, aber ihre individuellen Neigungen verhindern eine perfekte Ausrichtung. Der Effekt ist eine optische Täuschung, die durch unseren Standpunkt verursacht wird.
So zeigen Sie die Ausrichtung an
Die besten Besichtigungstage sind der 28. Februar und der 1. März. Suchen Sie sich einen dunklen Ort mit minimaler Lichtverschmutzung und blicken Sie kurz nach Sonnenuntergang in den westlichen Himmel. Die Planeten werden in der folgenden Reihenfolge angezeigt:
- Merkur: Am nächsten an der Sonne geht er schnell nach Sonnenuntergang unter.
- Venus: Sichtbar tief am Horizont neben Merkur.
- Saturn und Neptun: Etwas höher gelegen, für Neptun ist ein Fernglas erforderlich.
- Uranus: Am besten mit einem Fernglas sichtbar.
- Jupiter: Der hellste und sichtbarste Planet, nahe dem Vollmond.
Während Merkur, Venus, Saturn und Jupiter mit bloßem Auge sichtbar sind, benötigen Uranus und Neptun optische Unterstützung.
Ein glücklicher Zufall
Diese Ausrichtung erinnert an die dynamische und dennoch vorhersehbare Natur unseres Sonnensystems. Obwohl sie selten sind, verdeutlichen diese Planetenansammlungen die wunderschöne Umlaufmechanik, die den Kosmos beherrscht.
Egal, ob Sie ein erfahrener Astronom oder ein Gelegenheitsbeobachter sind, dies ist eine Veranstaltung, nach der es sich lohnt, Ausschau zu halten. Die Chance, sechs Planeten auf einen Blick zu sehen, kommt nicht oft vor.
