SpaceX startet über 100 Satelliten in der Mitfahrmission Transporter-15

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SpaceX wird heute, am 20. November, im Rahmen seiner Transporter-15-Mission mehr als 100 Satelliten in die Umlaufbahn bringen. Der Start ist für 13:18 Uhr von der Vandenberg Space Force Base in Kalifornien aus geplant. EST (1818 GMT) ist ein Beispiel für den wachsenden Trend standardisierter Mitfahrmissionen, bei denen sich mehrere Kunden eine einzige Rakete teilen, um Kosten zu senken und den Einsatz zu beschleunigen.

Erhöhung der Häufigkeit spezieller Mitfahrmissionen

Transporter-15 folgt Transporter-14 und unterstreicht damit die strategische Expansion von SpaceX zu einer dominanten Position bei kleinen Satellitenstartdiensten. Das Unternehmen optimiert effektiv den Zugang zum Weltraum für eine breitere Palette von Kunden, darunter Regierungen, Forschungseinrichtungen und Privatunternehmen. Dieser Ansatz senkt die Eintrittsbarrieren für Organisationen, die sich bisher keine dedizierten Einführungen leisten konnten.

Vielfältige Nutzlasten und internationale Zusammenarbeit

Die Mission trägt eine vielfältige Palette an Nutzlasten verschiedener internationaler Einheiten. Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) setzt HydroGNSS-1 und HydroGNSS-2 im Rahmen ihres Scout-Programms ein, um den Wasserkreislauf der Erde mithilfe der GNSS-Reflektometrie zu untersuchen. Taiwan startet seinen Erdbildsatelliten FORMOSAT-8A zusammen mit drei im Inland gebauten Cubesats, um Hochgeschwindigkeits-Datenübertragung, IoT-Technologien und Fernerkundungsfunktionen für die Umweltüberwachung zu testen.

Planet Labs stellt die Pelican-Bildgebungssatelliten 5 und 6 sowie 36 SuperDoves aus seiner Flock 4H-Gruppe zur Verfügung, um sein Erdbeobachtungsnetzwerk zu erweitern. Diese Erweiterung zielt darauf ab, Echtzeitdaten zu dynamischen Ereignissen zu erfassen und zeitnahe Informationen für Sektoren wie Landwirtschaft, Energie und Risikobewertung bereitzustellen.

Technologische Fortschritte und kleine Satellitenplattformen

Transporter-15 zeigt auch Fortschritte bei kleinen Satellitenplattformen. SEOPS verwaltet mehrere Nutzlasten, darunter die Missionen von Alba Orbital und Ungarns HUNITY, eine „Pocketqube“-Plattform für noch kleinere Cubesats. Saudi-Arabiens Raumfahrtbehörde setzt SARI-1 und SARI-2 für Telemetrie- und IoT-Experimente ein, während Aserbaidschan ANISCSAT startet, um die Umgebungsbedingungen von LEO zu untersuchen.

Insbesondere wird 3UCubed-A der NASA niederschlagende Elektronen und UV-Emissionen an den Erdpolen messen, und der Satellit PW-6U von SatRev wird Erdbildgebungsdienste für Kunden aus der Landwirtschaft und dem Energiesektor bereitstellen. Diese Nutzlasten verdeutlichen die zunehmende Leistungsfähigkeit von Kleinsatelliten für wissenschaftliche und kommerzielle Anwendungen.

Ausbau der Bodeninfrastruktur und Einsatzlogistik

Leaf Space wird über 30 % der Nutzlasten von Transporter-15 über sein Bodenstationsnetzwerk Leaf Line unterstützen und damit seine Rolle im Kleinsatelliten-Ökosystem weiter festigen. Der Bereitstellungsprozess der Mission wird etwa zwei Stunden dauern, was die Komplexität der Koordinierung der Freigabe von über 100 Satelliten widerspiegelt. Booster 1071 soll nach seinem 30. Flug auf dem Drohnenschiff „Of Course I Still Love You“ von SpaceX landen und damit das Engagement von SpaceX für wiederverwendbare Raketentechnologie unterstreichen.

Das vollständige Nutzlastmanifest bleibt teilweise geheim, aber Transporter-15 bestätigt die kontinuierliche Ausweitung des kommerziellen und staatlichen Zugangs zum Weltraum, angetrieben durch das effiziente Mitfahrmodell von SpaceX.