Apollo-„UFO“-Fotos: Das Internet hat die Geschichte vergessen

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Die Apollo-Bilder sind nicht neu.

Sie liegen seit Jahrzehnten im öffentlichen Bereich. Warum verliert das Internet darüber den Verstand?

Das Pentagon hat am vergangenen Freitag, dem 8. Mai, 158 freigegebene „UFO“-Dateien gelöscht und damit einer Anweisung von Donald Trump vom Februar Folge geleistet. Es sollte eine große Sache sein. Meistens war es das nicht.

Die meisten Dateien umfassen aktuelle Sensordaten – einen seltsamen Lichtball über Syrien, einen Punkt in der Nähe von Windmühlen. Standardmäßige militärische Verwirrung. Aber vierzehn Dateien führen zurück ins Weltraumzeitalter. Zwillinge. Skylab. Und natürlich Apollo.

Das „Geheimnis“

Hier ist der Knüller.

Neil Armstrong, Buzz Aldrin und Michael Collins diskutierten über seltsame Kabinenlichter auf Apollo 11. Wahrscheinlich statische Elektrizität. Vielleicht Staub. Fotos von Apollo 12 und 17 zeigen Punkte über dem Horizont. Das Pentagon umkreiste sie gelb und machte Schluss.

CBS und Fortune schrieben darüber, als hätte die NASA gerade eine außerirdische Technologie auf dem Mond gefunden. Sie benutzten Wörter wie „offenbaren“. Das ist nicht korrekt. Es ist fauler Journalismus.

„Jedes einzelne Bild, das heute veröffentlicht wird … fügt seit einem halben Jahrhundert lediglich gelbe Kästchen zu den öffentlichen Bildern hinzu.“
— Grant Tremblay

Er hat recht. Und nicht allein.

Der Astrophysiker Grant Tremblany hat es sofort auf X bekannt gegeben. Keine neuen Daten. Nur alte Bilder mit digitaler Farbe über dem Filmkorn.

Dann kamen die Grafikdesigner.

Jason Major kennt sich mit Weltraumbildern aus. Er kennt Kameras von 1972. „Da sind blaue Flecken“, schrieb er. Kratzer. Fackeln. Schmutz auf der Linse. Dabei handelte es sich um analoge Kameras, die chemisch verarbeitet und im Laufe von sechs Jahrzehnten technologischer Veränderungen gescannt wurden. Sie sehen nicht perfekt aus. Sie sehen gebraucht aus.

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Vielleicht. Einige UAP-Fälle sind wirklich ungeklärt. Offenheit hilft. Alles abzutun tötet die Neugier.

Aber der Kontext ist wichtig.

Seit Nixon Präsident war, haben die Menschen auf diese spezifischen Apollo-Negative gestarrt. Sie entdecken keine Geheimnisse. Sie betrachten Filmartefakte durch die Linse moderner Panik.

Die Dateien sind jetzt online. Stöbern Sie gerne. Seien Sie einfach nicht überrascht von dem, was Sie sehen.