Chinas riesiger „Transformer“-Mech ist real. Und zum Verkauf.

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Vergessen Sie Fiktion. Das Richtige ist, in China herumzulaufen.

Chinesische Ingenieure haben einen humanoiden Roboter gebaut, der im Handumdrehen den Modus wechselt. Vier Beine. Dann zwei. Es sieht aus wie eine Kreuzung zwischen dem Power Loader von Aliens und den mobilen Anzügen von Gundam. Unitree ist der Entwickler. Sie nennen dieses Biest GD01.

Der GD01 läuft aufrecht. Es zerschmettert eine hohe Mauer aus Schlackenziegeln. Dann konfiguriert es sich neu, um auf allen Vieren zu gehen.

Filmisch? Ja. Praktisch? Vielleicht.

Hier sind die harten Zahlen. Es ist fast 10 Fuß hoch. Mit einem Piloten darin wiegt es 1.100 Pfund (500 kg). Und das Beste daran? Man kann es tatsächlich kaufen. Ab 3,9 Millionen RMB. Das sind 572,00$ für den zivilen Transportbot.

Der Aufbau ist seriös. Skelett aus Titanlegierung. Aluminium in Luft- und Raumfahrtqualität. Eine Kohlefaser -Hülle umhüllt das Ganze. Unitree nennt es den weltweit ersten massenproduzierbaren „transformierbaren Mecha“. Sie fügten außerdem den höflichen Hinweis hinzu, es auf „freundliche und sichere Weise“ zu verwenden. Denn warum nicht.

Aber das Einsteigen ist nicht gerade anmutig. Das Video zeigt einen Bediener, der unbeholfen am Bein der Maschine hochklettert, um ins Cockpit zu gelangen. Unangenehm. Und interessanterweise? Die ersten Aufnahmen zeigen die Fernbedienung. Kein Mensch auf dem Sitz. Nur eine Kameraansicht. Wer fährt es also?

Unitree ist hier nicht neu. Ein Robotik-Startup mit Sitz in Hangzhou, China. Sie sind bekannt für kleinere, günstigere Bots. Schauen Sie sich ihren Katalog an. Der R1-D-Torso kostet 4.290 $. Das Allzweckmodell H1 kostet 90.000 US-Dollar. Ausgestattet mit LiDAR, Tiefenkameras und dem proprietären M107-Motor. Bei diesem Motor stehen Drehmoment, Geschwindigkeit und Agilität im Vordergrund.

Bei einer Frühlingsgala im Februar tanzten diese kleineren Humanoiden Breakdance. Synchronisierte Routinen. Komplexe Kampfkünste. Beeindruckend, sicher. Aber der GD01? Es ist für unwegsames Gelände gebaut.

Sie haben noch kein technisches Papier dazu veröffentlicht. Aber man kann die DNA sehen. Unitree stellt auch vierbeinige Roboter her. Das B2-Modell steigt Treppen. Es bleibt auch nach schweren Schlägen aufrecht. Es überspringt Lücken. Wenn Sie möchten, können Sie sogar die Beine gegen Räder austauschen.

Diese Vierbeiner laufen mit Fischaugen-Fernglaskameras. Vorne, unten und an den Seiten gleichzeitig sehen. Wahrnehmungsalgorithmen steuern die Bewegung. Selbstentwickelte Motoren. Controller. Reduzierstücke. Es handelt sich um einen vertikalen Stapel interner Technologie.

Wir haben also einen Millionen-Dollar-Roboter, der auf allen Vieren tanzt. Müssen wir damit wirklich Backsteinmauern durchbrechen? Wahrscheinlich nicht.

Aber sie haben es verkauft. Die Frage ist nicht, ob es funktioniert.