Die Marsalis-Familie: Wie fünf Generationen den Jazz dominierten

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Sie nennen sie die erste Familie des Jazz. Nicht weil sie die meisten Platten verkauften, sondern weil sie das Instrument tatsächlich spielten.

Ellis Marsalis. Wynton. Brandford. Delfeayo. Jason.

Fünf Musiker. Ein Nachname. Und ein Maß an institutioneller Anerkennung, von dem die meisten Bands nur träumen.

Im Jahr 2011 verlieh das National Endowment for the Arts seine höchste Auszeichnung. Die Jazz Masters-Medaille. Alle fünf haben es geschafft.

Denken Sie darüber nach.

Normalerweise gehen diese Auszeichnungen an Legenden, die seit zwanzig Jahren tot sind oder isoliert leben. Keine arbeitende Familie, die am selben Esstisch sitzt.

Ellis hat den Standard gesetzt. Klaviermann. Lehrer. Stiftung.

Seine Söhne? Sie folgten nicht einfach. Sie haben übernommen.

Wynton an der Trompete. Seit Jahrzehnten das Gesicht des modernen Jazz.

Branford am Saxofon. Scharf. Komplex. Immer etwas voraus.

Delfeayo an der Posaune. Der Anker.

Jason am Schlagzeug. Der Motor.

Wie viele Familien können von sich behaupten, dass sie zusammen fünf Titel des National Endowment for the Arts Jazz Masters besitzen?

Null.

Nicht weil Jazz exklusiv ist. Aber weil solch ein Talent nicht einfach so entsteht. Es ist kultiviert. Gedrängt. Gefordert.

Man bekommt Ellis Marsalis nicht zufällig.

Du erwischst ihn, indem du auftauchst. Täglich. Seit vierzig Jahren. Lehre. Spielen. Die Höhen und Tiefen der Branche ohne Ausverkauf überstehen.

Seine Söhne? Sie lernten das Geschäft, bevor sie ihre Waage lernten.

Wynton hat nicht nur Grammys gewonnen. Er zwang das Smithsonian, Jazz als Kunstform ernst zu nehmen.

Branford? Er verzichtete auf Pop-Tourneen, wenn er wollte. Immer wieder.

Delfeayo hielt die Tradition am Leben, als niemand zusah.

Jason? Er hält den Takt zusammen. Ohne ihn ist der Rest nur Lärm.

Dies ist kein Nostalgie-Akt.

Das ist eine berufstätige Familie.

Sie spielen immer noch. Sie nehmen immer noch auf. Sie streiten immer noch über das Tempo.

Und sie erinnern uns immer noch daran, warum Jazz wichtig ist.

Nicht als Hintergrundmusik. Nicht als Museumsstück.

Als eine lebendige, atmende, streitende, liebende, schmerzhafte, schöne Sache.

Fünf Leute. Ein Name.

Die Marsalis-Familie.

Spielt immer noch. Immer noch gewinnend. Immer noch relevant.

Was passiert als nächstes?