Warum Georg Muffat für die Geschichte der deutschen Barockmusik wichtig ist

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Georg Muffat hat nicht nur Musik geschrieben. Er baute eine Brücke.

Muffat wurde 1653 in Megève, Savoyen (heute Frankreich) geboren und war ein Komponist, der Deutschland im Wesentlichen das Tanzen beibrachte. Und wie man Geige spielt. Vor ihm war deutsche Instrumentalmusik… nun ja, sie war deutsch. Steif. Ernst. Muffat änderte die Melodie. Er brachte das französische Flair von Jean-Baptiste Lully und die italienische Streicherkunst von Arcangelo Corelli direkt ins Herz Mitteleuropas.

Sein Leben war eine Tour durch die Musikhauptstädte des Kontinents. Er begann als Organist an den Kathedralen von Molsheim und Straßburg. 1678 spielte er für den Erzbischof von Salzburg. Aber er war noch nicht fertig mit dem Lernen.

1681 ging er nach Italien. Genauer gesagt, Rom. Dort lernte er bei zwei Schwergewichten: Arcangelo Corelli und Bernardo Pasquini. Dies war der Quellcode für das moderne Konzert. Nachdem er die italienische Intensität aufgesogen hatte, verbrachte er sechs Jahre in Paris. Warum? Die Musik von Jean-Baptiste Lully studieren. Er wollte den französischen Stil verstehen. Die Präzision. Der Tanz.

1687 war er wieder in Deutschland und fungierte als Organist des Passauer Bischofs. 1690 wurde er dort Kapellmeister. Er starb 1704 in Passau. Doch sein Schaffen zwischen diesen Daten prägte die deutsche Musik neu.

Die Florelegia und der französische Einfluss

Muffats berühmtestes Werk ist die Florelegia. Es wurde 1695 und 1698 in zwei Sätzen veröffentlicht und besteht aus 12 Orchestersuiten. Dabei handelte es sich nicht nur um zufällige Sammlungen. Sie gehörten zu den frühesten deutschen Beispielen für Suiten im französischen Stil.

Er übernahm die Tanzbewegungen aus Lullys Bühnenwerken und adaptierte sie für das deutsche Orchester. Es war ein direkter Import französischer höfischer Eleganz. Aber die Florelegia bietet mehr als nur Noten. Es enthält wertvolle Informationen über die französische Aufführungspraxis im späten 17. Jahrhundert. Wenn Sie wissen wollen, wie sie damals spielten, schauen Sie sich Muffat an.

Die Florelegia ist nach wie vor eine der frühesten deutschen Suitensammlungen im französischen Stil.

Corellis Stil trifft auf deutsche Tradition

Wenn die Florelegia sein französischer Liebesbrief war, dann seine Sammlung Ausserlesene von 1701. . . Instrumentalmusik war seine italienische Hommage. Dies war eine frühe Sammlung von Concerti Grossi im von Corelli entwickelten Stil.

Das Concerto Grosso war neu in Deutschland. Muffat hat dazu beigetragen, es bekannt zu machen. Er schrieb auch das Armonico tributo, eine Reihe fünfstimmiger Triosonaten, und das Apparatus musico-organisticus, das Toccaten für Orgel enthält. Seine Arbeit war nicht nur abgeleitet. Es war eine Synthese. Er nahm das Beste aus Italien und Frankreich und machte es zu Deutsch.

Das Muffat-Erbe

Georg Muffat war nicht das einzige Talent in der Familie. Sein Sohn Gottlieb Muffat (1690–1770).