Wir essen überall Garnelen. Zu jeder Jahreszeit. Es fühlt sich an wie ein fester Bestandteil der globalen Ernährung. Diese Bequemlichkeit kommt nicht von ungefähr. Es existiert aufgrund intensiver Landwirtschaft und intensiver Industriefischerei. Aber der Preis ist nicht nur monetärer Natur. Die Folgen für die Umwelt sind gravierend, leise und für den Verbraucher weitgehend unsichtbar.
Beifang und Zerstörung des Meeresbodens
Der weltweite Absatz liegt bei etwa 4 Millionen Tonnen pro Jahr. Dieses Volumen basiert auf aggressiven Extraktionsmethoden. Der Schaden für das Meeresleben ist erschütternd. Für jedes einzelne Kilogramm gefangene Garnelen fangen die Fischereien oft bis zu 10 Kilogramm Beifang ein. Dazu gehören Nichtziel-Meerestiere und Fische. Sie verfangen sich in den Netzen.
Allein die Garnelenfischerei macht mehr als 30 Prozent aller Fische aus, die gefangen und dann wieder ins Meer zurückgeworfen werden. Der größte Teil dieses Beifangs stirbt. Es ist verschwendete Biomasse.
Auch die Methode ist wichtig. Trawler ziehen schwere Netze über den Meeresboden. Sie durchkämmen den Meeresboden über weite Strecken. Dadurch werden Lebensräume zerstört. Korallenstrukturen und empfindliche Ökosysteme werden abgeflacht. Der physische Akt des Netzziehens durch das Wasser führt zu nachhaltigen Schäden an der Meeresflora und -fauna.
Pro 1 kg gefangener Garnelen werden bis zu 10 kg anderer Meereslebewesen in die Netze gezogen.
Der CO2-Fußabdruck von Kühlketten
Um Garnelen aus dem Meer auf Ihren Tisch zu bringen, ist eine komplexe Logistikkette erforderlich. Wir reden nicht nur über das Fischerboot. Das Transportnetz ist riesig.
Eine Rolle spielen Lastkähne, Frachtschiffe, Flugzeuge und Lastwagen. Sie transportieren das Produkt über Kontinente hinweg. Diese Bewegung verbrennt Treibstoff. Es setzt Treibhausgase frei. Kohlendioxidemissionen tragen direkt zum Klimawandel bei. Die Garnelen auf Ihrem Teller haben wahrscheinlich Tausende von Kilometern zurückgelegt, um dorthin zu gelangen. Jede Etappe dieser Reise erhöht die atmosphärische Belastung.
Die Mangrovenkrise in der Aquakultur
Als Lösung wird oft die Landwirtschaft dargestellt. Das ist es nicht. Die intensive Garnelenzucht konzentriert sich hauptsächlich auf Südostasien. Diese Branche hat eine andere Art von Zerstörungskraft.
Es erfordert besondere Küstenbedingungen. Bauern fällen Mangroven, um Teiche zu bauen. Diese Feuchtgebiete sind von entscheidender Bedeutung. Sie fungieren als Kohlenstoffsenken und Brutstätten für Meereslebewesen. Ihre Zerstörung setzt gespeicherten Kohlenstoff frei und beseitigt natürliche Barrieren gegen Stürme.
Der landwirtschaftliche Prozess verschmutzt auch die Küsten. Abwasser aus den Teichen fließt in das umliegende Gewässer. Dadurch werden Chemikalien und überschüssige Nährstoffe eingeführt. Das Ergebnis ist eine verschlechterte Wasserqualität und sterbende Korallenriffe in der Nähe der Farmen.
Gibt es einen besseren Weg?
Nicht jede Garnelenproduktion ist gleich. Einige Methoden sind weniger schädlich als andere. Verbraucher können nach bestimmten Zertifizierungen suchen.
- Ein rotes Etikett weist oft auf Garnelen aus halbintensiver Zucht hin.
- Diese Methode ist im Allgemeinen umweltfreundlicher.
- Es vermeidet die extreme Zerstörung, die bei intensiven Einsätzen auftritt.
Aber selbst dann bleibt der CO2-Fußabdruck des Transports bestehen. Die zurückgelegte Strecke verbraucht immer noch Treibstoff. Die ökologischen Kosten werden nicht beseitigt. Es ist einfach reduziert.
Wir wollen die Krise. Wir wollen die Leichtigkeit. Aber der Ozean verhandelt nicht. Es braucht, was gegeben ist. Und im Moment geben wir zu viel.



























