Der Mann, der das erste Radioteleskop baute, um die Sterne zu hören

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Grote Reber hat nicht nur in den Himmel geschaut. Er hörte es sich an.

Reber wurde 1911 in Chicago geboren und war leidenschaftlicher Astronom, aber von Beruf Radioingenieur. Diese Kombination war wichtig. Während die meisten Wissenschaftler durch Glaslinsen schauten, baute Reber Metallschüsseln. Er konstruierte das erste echte Radioteleskop der Welt. Seine Arbeit fügte nicht nur dem Werkzeugkasten der Astronomie ein neues Werkzeug hinzu. Es öffnete eine völlig neue Grenze. Zum ersten Mal konnte die Menschheit das Universum hören, anstatt es nur zu sehen.

Wie Reber den unsichtbaren Himmel kartierte

Der Funke kam von Karl Jansky. Im Jahr 1932 entdeckte Jansky, dass Funksignale von den Sternen kamen. Es war eine gewaltige Entdeckung. Doch Reber wollte mehr. Er versuchte, einen Standard-Kurzwellenradioempfänger zu modifizieren, um diese interstellaren Wellen zu empfangen. Es hat nicht funktioniert. Die Standardausrüstung war zu schwach, zu laut.

Also baute er sein eigenes.

Bis 1937 hatte Reber in seinem eigenen Hinterhof in Wheaton, Illinois, eine Parabolantenne gebaut. Es war einfach, aber effektiv. Die Schüssel hatte einen Durchmesser von 9,4 Metern (31 Fuß). Es diente jahrelang als einziges Radioteleskop der Welt. Bis nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs hatte niemand etwas Vergleichbares.

Reber hörte nicht beim Bauen auf. Er hat kartiert.

Bis 1942 hatte er die ersten vorläufigen Radiokarten des Himmels fertiggestellt. Er konzentrierte sich auf hochfrequente Kurzwellensignale. Die Ergebnisse waren verblüffend. Er fand Regionen, in denen die Funksignale außergewöhnlich stark waren. Diese Flecken entsprachen keinem sichtbaren Himmelsobjekt. Das Universum leuchtete in Frequenzen, die unsere Augen niemals wahrnehmen konnten. Dies bewies, dass die Radioastronomie ein gültiges wissenschaftliches Gebiet und nicht nur eine Kuriosität war.

Auf der Suche nach klareren Signalen

Reber wusste, dass der Standort wichtig war. Die Atmosphäre wirkt wie ein Filter für elektromagnetische Strahlung. Um tiefer zu sehen, benötigen Sie eine höhere Lage und weniger Störungen.

1947 verlegte er sein Teleskop nach Sterling, Virginia. Er nahm auch eine Stelle in Washington, D.C., als Leiter der Abteilung für experimentelle Mikrowellenforschung an. Aber die Wissenschaft zog ihn woanders hin.

1951 ging er nach Hawaii. Dort baute er ein neues Teleskop. Sein Fokus verlagerte sich. Er begann mit der Kartierung himmlischer Quellen niederfrequenter Langwellensignale. Er betrachtete Wellenlängen zwischen 5,5 und 14 Metern. Dies erforderte eine andere Ausrüstung und einen anderen Ansatz.

Dann kam das Jahr 1954. Reber zog nach Tasmanien, Australien.

Warum Tasmanien? Es ist einer der wenigen Orte auf der Erde, an dem die Atmosphäre gelegentlich für elektromagnetische Strahlung mit Wellenlängen von mehr als 30 Metern durchlässig ist. Der Südhimmel bietet eine klarere Sicht auf bestimmte kosmische Strukturen, die anderswo verdeckt oder verzerrt sind.

1957 nahm er kurzzeitig eine Stelle am National Radio Astronomy Observatory in Green Bank, West Virginia, an. Dort war gerade ein riesiges 43-Meter-Teleskop fertiggestellt worden. Aber die Anziehungskraft der südlichen Hemisphäre war zu stark.

1961 kehrte er nach Bothwell, Tasmanien, zurück. Er half dabei, die Kartierung der Quellen mithilfe eines Teleskops abzuschließen, das Signale bei einer Wellenlänge von 270 Metern erkennen konnte. Das war Spitzenarbeit. Es verschob die Grenzen dessen, was vom Boden aus erkannt werden konnte.

Eine konträre Stimme

Reber war energisch. Er war ein unterhaltsamer Redner. Aber er hatte keine Angst davor, den Status quo in Frage zu stellen.

In seinen späteren Jahren sprach er sich gegen zwei Säulen der modernen Physik aus: die Relativitätstheorie und die Urknallkosmologie. Er